Der Vater der Idee - Horst Rahe im Interview

Er ist ein Unternehmer, wie er im Bilderbuch steht. Stets auf Achse, stets die Nase im Wind. Und seit über 40 Jahren ist er in die Schweiz verliebt: Horst Rahe aus Hamburg. Nun lanciert er sein neustes Projekt.

Herr Rahe, Sie reisen viel. Sie reissen neue Projekte an. Kommen Sie eigentlich nie zur Ruhe?
Horst Rahe: Doch, doch, keine Sorge. Ich plane auch meine Erholungsphasen sehr genau. Und am besten ausspannen kann ich hier in den Engadiner Bergen. Im Paradies.

Das Haus gehört Ihrer Familie seit 1995. Aber auch hier wollen Sie nicht still stehen – sondern wagen etwas Neues, und das in fortgeschrittenem Alter. Wieso?
Ach wissen Sie, irgendwann muss man auch mal über seine eigene Zukunft nachdenken. Und wie Sie mich kennen, strebe ich nach langfristigen, nachhaltig gesicherten Lösungen. Gut deutsch, gut schweizerisch. Und so habe ich mich mit meiner Familie dazu entschieden, einen Schritt weiter zu gehen. Und die Eigentumsverhältnisse fürs Haus Paradies neu zu regeln.

Wie muss man sich das konkret vorstellen?
Das ist im Prinzip ganz einfach. Wir wollen einen Club gründen, der sich für gewisse Zeiten des Jahres im Hotel Paradies einmietet. In diesem Club treffen sich Freunde unter Gleichgesinnten

Gibt es denn genug Freunde des Hauses?
Ich wurde in den vergangenen Jahren oft angesprochen, wie man denn in den Besitz eines Stücks vom Paradies gelangen könnte. Nun ist die Gelegenheit da. Und erste Gespräche zeigen mir: Die Idee fällt auf fruchtbaren Boden. Es gibt immer mehr Menschen, die sich in einer Welt, die sich
komplett im Umbruch befindet, nach Rückzugsorten sehnen. Es gibt nur noch wenige Refugien in Europa. Das Paradies, die Schweiz per se, sind solche.

Was können Sie diesen Menschen denn bieten?
Wir bürgen für ein gepflegtes, zweites Zuhause in der Schweiz. Unser Club ist in zwei Bereiche aufgeteilt: in einen sogenannten Owners Club, in dem fünfzehn Mitinhaber Eigentumsrechte am Haus erwerben können, und in einen Members Club, in dem man sich langfristig genussreiche Tage
im Paradies sichert.

Und wer kann Mitglied werden?
Wir streben eine Idealzahl von 150 Mitgliedsfamilien an, nicht mehr. Der exklusive Charakter dieser Idee soll so gewahrt bleiben.

Das heisst: Der Club versteht sich als Alternative zum Erwerb einer Ferienliegenschaft?
Genau. Viele wollen sich «eine Bleibe» für Erholung in der Schweiz sichern. Leider ist dies der restriktiven Gesetzgebung wegen kaum möglich. Ausserdem bringt Eigentum auch Arbeit, Sorgen und Unbequemlichkeiten mit sich. Mit unserer – im deutschsprachigen Raum neuen – Idee werden wir diesen Bedürfnissen der Mitglieder weitestgehend gerecht.

Und wann startet der neue Club?
Die Idee wird fliegen, sobald die kritische Masse an Mitgliedern beisammen ist. Ich rechne mit einem Start im nächsten Jahr.